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DISCOVERY
Ein Drehbuch von Stefan Friedrichs
FADE
IN:
AUSSEN
- WALD - TAG
Eine
junge Frau und zwei junge Männer gehen - sich angeregt unterhaltend
- im Wald spazieren. Währenddessen werden die CREDITS EIN-
und AUSGEBLENDET.
KEVIN
Ihr müßt aber schon zugeben, da hätte man viel
mehr draus machen können.
MIKE
Ist halt'n Amateurfilm. Da hat man nicht das Budget für ein
riesiges Monster. [gestikuliert wie ein Monster]
KIM
Hätte vor allem den Stil völlig ruiniert. Ich finde,
"Blair Witch" ist schon geil geworden. Und gerade der
Schluß ist klasse, eben weil er dem Zuschauer viel Raum
zur Interpretation läßt.
KEVIN
Ja, ja, [ironisch übertrieben] unter künstlerischen
Aspekten mag das ja alles ganz, ganz toll sein. Aber ich fühl'
mich schon ziemlich verarscht, wenn ich mich da zwei Stunden hinsetze
und am Ende genauso schlau bin wie vorher.
KIM
Egal, ich fand's cool.
MIKE
Dito. Aber nur in
MIKE
UND KIM
der englischen Originalversion! [Lachen]
KEVIN
[Schmunzelnd] Ach, laßt mich doch in Ruhe.
KIM
Hey, wartet mal eben. Ich muß mal.
KEVIN
Sind wir nicht gerade erst angekommen?
KIM
Ja, [betont] gerade vor einer Stunde.
MIKE
Tja, Kev. Mädels und ihr ewiger Harndrang.
KIM
Würdet Ihr zwei euch bitte umdrehen!
KEVIN
Was zu verbergen?
KIM
Macht schon!
Natürlich
drehen sich Kevin und Mike anstandshalber um - jedoch nicht kommentarlos.
KEVIN
Gutes Gelingen!
MIKE
Sieh's positiv. Die nächste halbe Stunde können wir
ohne Unterbrechung weitergehen.
KEVIN
Alles drüberhinaus ist natürlich reine Glückssache.
[lacht]
KIM
[rufend] Spaßvögel! Ich bin ja gleich fertig.
MIKE
Laß' dir Zeit, dauert noch'n bißchen bis zur Dämmerung.
KIM
Hat einer von Euch Taschentücher?
MIKE
Jep
[dreht sich um]
KIM
Hey!
MIKE
hier! [wirft und dreht sich wieder zurück]
Mikes
Wurf verfehlt Kim um ein paar Meter. Protestierend macht sich
Kim auf die Suche.
KIM
Toller Wurf! Ganz große klasse! Verdammt, wo sind die Dinger
hin?
MIKE
[schmunzelnd] Ist aber auch schwierig zu zielen, wenn man nicht
gucken darf.
Auf der
Suche nach den Taschentüchern entdeckt Kim in ein paar Metern
Entfernung ein ungewöhnlich aussehendes Gebilde. Sie macht
einen Schritt nach vorn, da hört sie das Knistern der Taschentücher-Verpackung
unter ihrem Fuß und hebt sie auf.
KIM
Jungs, ich glaub' das wollt Ihr Euch ansehen.
MIKE
Natürlich, gerne! [lächelnd] Aber die Gefahr, daß
Du durchdrehst, ist mir ehrlich gesagt zu groß.
KEVIN
Obwohl, [naiv] könnt' ja nicht schaden, mal 'nen Blick zu
KIM
Nee, is' klar.
Kim zieht
sich wieder an.
KIM
Ich hab' hier was entdeckt. Kommt schon!
Kevin
und Mike kommen der Aufforderung - ebenfalls nicht kommentarlos
- nach.
KEVIN
Und worum handelt sich's?
MIKE
Eichhörnchen? Wanderameisen?
KEVIN
'n Schneckenschwarm?
MIKE
Was ist denn 'n Schneckenschwarm?
KEVIN
Ganz einfach, das
KIM
Seht Ihr?
Als die
beiden jungen Männer zu ihrer Freundin aufgeschlossen haben,
blicken alle drei staunend auf ein seltsam anmutendes Gebilde
aus Stein. Der frische Krater deutet auf ein meteoriten-ähnliches
Phänomen hin.
KEVIN
ist kein Schwarm.
MIKE
Hallo. Abgefahrene Form das Ganze.
KIM
Ich würd' mal sagen, das sieht nach'm Einschlag aus.
MIKE
Kein Einspruch.
KEVIN
Aber was kann das sein? Ein Meteor?
MIKE
Ich hab' sowas jedenfalls noch nie gesehen.
KIM
[den Stein umrundend] Geht mir genauso.
Mike
bückt sich, um den Stein zu berühren.
KEVIN
Hey, tu' das nicht!
MIKE
Was denn, Kev. Angst?
KIM
Kevin hat Recht. Wir wissen nicht, was es ist, darum läßt
Du besser die Finger davon.
MIKE
Und was soll Eurer Meinung nach passieren? Bricht es auf und ein
Alien springt mir ins Gesicht?
KEVIN
Witzig. Was wenn ein tollwütiges Tier dran war?
MIKE
Halloho
Du bist im Wahald
da kann an jedem scheiß
Ast Tollwut sein
oh Mann!
KIM
Trotzdem. Wir sollten das Ding in Ruhe lassen und es einfach dem
nächsten Förster melden.
KEVIN
Seh' ich auch so.
MIKE
Was kann denn Eurer Meinung nach schlimmstenfalls passieren? Soll
der Mama-Vogel zurückkommen, der das Ei hier gelegt hat und
mich dann auffressen?
KIM
Was wenn's einfach nur heiß ist? Ich meine
Mike
legt beide Hände auf die Oberfläche des Steins.
KEVIN
Halt!
KIM
Nicht!
MIKE
Ziemlich kalt. Ziemlich sehr kalt.
KEVIN
Du Idiot!
MIKE
[schnippisch] Angsthase.
KEVIN
Verdammt was soll die Scheiße? Denkst Du, wir könnten
Dich zurück zum Auto schleppen, wenn was passiert?
MIKE
Kev, Kev, Kev
das ist doch bloß ein Stein.
KEVIN
[fast brüllend] Eben nicht! Das ist eben nicht bloß
ein Stein! Du
KIM
[bestimmt] Kriegt Euch wieder ein. Mike lebt ja noch.
KEVIN
[dreht sich um] Ach Scheiße.
MIKE
Du glaubst nicht wirklich, daß die Körperfresser kommen,
oder? Kev?
KEVIN
[wütend] Sei' doch einmal vernünftig. Woher willst Du
wissen, daß das Ding nicht gefählich ist?
MIKE
Es ist ein Stein! Schonmal von gefährlichen Steinen gehört?
Denk' mal nach, wieviele Filme gibt's mit Titeln wie "Angriff
der Killersteine", "Die Rache des Steins"
[überlegt]
"Der Stein war ihr Schicksal"?!
KEVIN
[ironisch] Mag ja sein, aber Stein oder nicht Stein, das ist hier
die Frage.
KIM
[lächelnd] Ihr seid unmöglich, echt. Laßt uns
versuchen, uns die Stelle hier einzuprägen. Auf dem Rückweg
kommen wir vielleicht an 'nem Forsthaus vorbei. Sollen sich andere
damit rumschlagen. [deutet auf den Stein]
MIKE
Aber heute ist doch gar nicht Donnerstag.
KEVIN
Was?
MIKE
Na, wegen der Leber. Die gibt's doch donnerstags. Heute ist erst
Dienstag.
KIM
Äh, heute ist Sonntag?!
KEVIN
Leber?
MIKE
[leicht taumelnd] Nein, Ma, ich bin mir sicher, ich hab' Dir die
Schlüssel gegeben. Hast Du schon in der Küche nachgesehen?
Vielleicht
KIM
Hey, alles okay bei Dir?
KEVIN
Mike!
MIKE
[schwer taumelnd] Du brauchst Dich nicht entschuldigen. Das geht
schon in Ordnung. Alter, nein ehrlich, mach' Dir keine Sorgen
Wir schaffen
KIM
Mike!
MIKE
das
KEVIN
Scheiße, was ist
?
MIKE
[fallend]
schon.
Mike
liegt regungslos am Boden. Kim und Kevin stürzen sich sofort
auf ihn und drehen ihn auf den Rücken.
KIM
Mike? Mike?
KEVIN
Verdammt! Lebt er noch?
Kim überprüft
Mikes Atem und Puls.
KIM
Ja, er lebt noch. Scheiße, wach' auf Mike! Wach' auf!
Kim rüttelt
Mike an den Armen und gibt ihm ein paar kräftige Ohrfeigen.
Kevin starrt leicht panisch auf Mike.
KIM
[energisch] Verdammt noch mal, komm' schon! Wach'! Auf!
KEVIN
[traumatisch ruhig] Das hat keinen Zweck. Der schläft.
KIM
[schreiend] Wach' auf!
Nach
weiteren Anstrengungen läßt Kim von Mike ab und hockt
sich neben Kevin auf den Waldboden.
KIM
Scheiße, was machen wir jetzt?
KEVIN
Ich hab' ihn ja gewarnt. Verdammt.
KIM
Zum Auto tragen können wir ihn nicht, das ist zu weit weg.
KEVIN
Er wollte ja nicht hören. Mutiges Arschloch.
KIM
Kevin?
KEVIN
Verdammter Idiot. Wieso kann der nicht
KIM
[laut] Kevin!
KEVIN
[schreckt hoch] Ja? [irritiert] Oh. Ja. [atmet tief durch] Entschuldige.
KIM
Alles in Ordnung?
KEVIN
Geht schon wieder.
KIM
Was jetzt? Wir können ihn ja nicht liegen lassen.
KEVIN
Hat er sein Handy dabei?
KIM
Ein Handy! Du Genie! Ich hab' eins!
Kim zieht
ihr Handy aus der Jacke und drückt ein paar Tasten.
KIM
Seltsam.
KEVIN
Kein Empfang?
KIM
Kein Strom. Ich hab' den Akku gestern Abend aufgeladen. Das gibt's
doch gar nicht.
KEVIN
Bist Du sicher?
KIM
[leicht schnippisch] Ja, ich bin mir sicher.
KEVIN
Zeig' ma'.
KIM
[verärgert] Ich weiß, wie man ein Handy bedient, keine
Angst.
KEVIN
Aber ich will nur ma' kurz
KIM
Leer
der Akku is' leer, kapiert?
KEVIN
Is' ja gut, reg' Dich ab. Was ist mit ihm? [deutet auf Mike] Hat
er'n Handy dabei?
KIM
[leicht verärgert] Keine Ahnung. Warum siehst Du nicht einfach
nach?
Mürrischen
Blickes durchsucht Kevin Mikes Taschen. Er findet eine Packung
Luckies, ein Feuerzeug, ein Portemonaie und die Autoschlüssel.
KEVIN
Kein Handy. Wär' ja auch zu schön gewesen.
KIM
Okay, bleibt uns ja nur noch eins übrig. Einer von uns muß
Hilfe holen.
KEVIN
Gut. Du gehst zurück zum Wagen und rufst vom nächsten
Bauern oder was weiß ich 'n Notarzt. Ich bleib' hier und
pass' solange auf Mike auf. Okay?
KIM
Eh, eh
Du holst Hilfe. Du kannst viel schneller laufen als
ich. Wer weiß, was Mike hat. Je eher wir Hilfe haben, desto
besser.
KEVIN
Und Du kommst hier wirklich klar?
KIM
Nun geh' schon.
KEVIN
Aber das mir niemand dieses
Ding
nochmal anfasst.
KIM
Geh' endlich!
KEVIN
Schon gut. Ich bin bald wieder da.
KIM
Bis denn.
Kevin
steckt sich die Autoschlüssel in die Hosentasche und verschwindet
im Wald. Kim überlegt kurz, dann bückt sie sich noch
einmal zu Mike hinunter, prüft erneut seinen Atem und seinen
Puls und versucht erneut ihn zu wecken.
KIM
[ruhig] Hey, Mike. Komm schon, wach' auf. Bitte, wach' auf. Hey,
so müde kann man doch nicht sein.
[hält kurz inne] Weißt Du noch, damals in der dritten
Klasse? Mike
mein großer Schwarm Mike. Hab' ich Dir
nie erzählt, eh? Oh ja, ich war mächtig verliebt. Meine
Hefte waren voll mit Deinem Namen. Aber keiner hat's gemerkt.
Glaub' ich jedenfalls. Damals hätt' ich alles gegeben für
einen Kuß von Dir.
[energischer] Jetzt wär'n Lebenszeichen schon genug. Komm
schon. Wach' auf. [weinerlich] Wach' doch bitte auf.
Kim beginnt,
Mike zu schütteln.
KIM
Hey, hörst Du? Aufwachen! [leicht panisch] Frühstück
ist fertig. Mike? Mike? Wach' auf!
Kim beginnt,
Mike ins Gesicht zu schlagen. Jedem "Wach' auf!" folgt
ein intensiverer Schlag.
KIM
Wach' auf! Wach' auf! Wach' auf!
Dann
greift Kim in Mikes Kragen und zieht ihn zu sich hoch.
KIM
[schreiend] Waaach' aaaauuuf! Waaaaaaaaaach' aaaaaauuuuuuuuuf!
Waaaaach'
Sie läßt
Mikes Körper wieder zu Boden sinken. Weinend und erschöpft
setzt sie sich daneben.
KIM
[schluchzend] Wach' doch bitte, bitte auf. Bitte. Bitte wach'
doch auf. Oh mein Gott.
Die nächste
Zeit verbringt Kim damit, auf und ab zu gehen, ein paar Luckies
zu rauchen, ab und zu Mikes Atem und Puls zu prüfen und einfach
abzuwarten.
Kim sitzt
gerade auf einem Baumstumpf - ihre Hände stützen ihren
Kopf - als sie ein leises, tiefes Surren hört. Sie schaut
sich um, steht auf und geht aufmerksam ein paar Schritte umher.
KIM
[laut] Hallo? Ist da jemand?
Das Surren
wird lauter.
KIM
Kev? Kevin, bist Du das? [leise] Verdammt. [rufend] Antworten
Sie! Hallo? Ich brauche Hilfe! Bitte, bitte helfen Sie mir! Mein
Freund ist bewußtlos
hallo! Hören Sie mich?
Das Surren
verschwindet.
KIM
Hallo? Hall
[leiser] verfluchte Scheiße! Soll das'n
Witz sein? Urkomisch. Echt.
Kim setzt
sich wieder auf den Baumstamm und schaut sich nochmals um.
KIM
[verzweifelt] Das hier ist doch ein Notfall. [schreiend] Arschloch!
Kim fängt
an, leise zu weinen, da hört sie das Surren erneut. Diesmal
wird es jedoch deutlich lauter und Kim kann nun auch die Quelle
zuordnen: der seltsame Stein.
Langsam
nähert sie sich kriechend dem Stein, angespannt, neugierig,
dennoch vorsichtig. Das tiefe Surren wird stetig lauter und sie
bemerkt nicht, wie sich plötzlich Mike hinter ihr fast schon
mechanisch aufrichtet, sie mit einem leeren Blick anstarrt, aufsteht
und langsam auf sie zukommt.
Der Stein
scheint auf Kim eine unglaubliche Anziehungskraft auszuüben,
lassen sie doch nicht einmal Mikes deutliche Schritte den Blick
von dem Gebilde abwenden.
Als er
hinter Kim steht, beugt sich Mike hinunter, umfaßt mit beiden
Händen Kims Kehle und drückt kräftig zu. Panisch
gurgelnd versucht Kim sich von Mikes kräftigem Griff loszureißen,
als sie Kevins Stimme hört.
KEVIN
[ruhig] Kim? Hey, Kim, alles okay bei Dir?
Auf dem
Baumstamm sitzend schnellt Kim hoch und blickt sich irritiert
um. Kevin steht vor ihr, ein wenig außer Atem. Mike liegt
bewußtlos am Boden.
KIM
Was? Kev? [atmet erleichtert auf] Kev. Bin ich froh, Dich zu sehen.
KEVIN
Ist was passiert?
KIM
Nein, alles unverändert wie Du siehst. Hast Du Hilfe geholt?
KEVIN
Nein, der scheiß Wagen springt nicht an. Anscheinend ist
kein Strom mehr auf der Batterie.
KIM
Haben wir das Licht angelassen? Oder das Radio?
KEVIN
Nein, ich hab's kontrolliert, es war alles aus. Außerdem
wär' trotzdem noch Saft drauf, wir sind ja noch gar nicht
so lange hier.
KIM
Mir ist's lang genug. Und anscheinend wird's noch länger
dauern. Scheiße
was machen wir denn jetzt?
KEVIN
Das nächste Haus ist mindestens 20 bis 30 Kilometer weit
weg
wenn nicht mehr! Also schnelle Hilfe können wir
vergessen.
KIM
Wir könnten versuchen, Mike erstmal zum Auto zu tragen.
KEVIN
Den ganzen Weg zum Auto? Wir zwei? Vergiss' es.
KIM
Vielleicht können wir 'ne Trage aus Ästen improvisieren.
Damit ginge's einfacher.
KEVIN
Sowas schonmal gemacht?
KIM
Nein
KEVIN
Und ich auch nicht. Und selbst wenn wir ihn zum Auto tragen würden,
was dann?
KIM
Dann läge Mike zumindest etwas geschützter und wir könnten
zu Fuß Hilfe holen. Vielleicht kommt uns ja ein Auto entgegen.
Während Kim und Kevin beratschlagen, öffnet Mike seine
Augen.
KEVIN
Aber allein bis zur nächsten Hauptstraße sind's locker
KIM
[erstaunt] Mike?
Mike
richtet sich auf. Er zittert.
KEVIN
Mike?
Sofort
beugen sich die Beiden zu Mike hinunter.
KIM
[schluchzend] Oh, Mike
Mike
KEVIN
Alter, Du hast uns echt 'n Schrecken eingejagt.
MIKE
Kalt. Mir ist so kalt.
Kim fühlt
Mikes Stirn.
KIM
Deine Temperatur scheint normal.
MIKE
Was ist passiert?
KEVIN
Du hast diesen verdammten Stein angefasst, hast wirres Zeug geredet
und bist einfach umgekippt.
MIKE
Stein? Welcher Stein?
KEVIN
[zu dem Stein deutend] Der da.
MIKE
[ängstlich starrend] Jetzt
erinnere
ich mich.
Der Stein
dieser Meteor
Eis
überall Schnee
es ist kalt
[zittert deutlich stärker]
KIM
Eis? Schnee? Mike, was redest Du da?
MIKE
[zitternd und leicht stammelnd] Ich bin aufgewacht und lag im
Schnee. Ich hab' gefroren, ich meine, [angestrengt lächelnd]
ihr seht ja, wie ich angezogen bin. Und da waren Berge
und
Gletscher
ich wußte nicht wohin, alles war weiss.
Und dann war da dieser Schweif am Himmel. Kurz darauf schlug dann
irgendwas nicht weit von mir am Boden auf
natürlich
ging ich hin. Da war so ein Krater. Und mittendrin dieser Stein,
dieser Meteor
[blickt wieder zum Stein] Genauso wie der da.
Kim und
Kevin schauen zum Stein, blicken sich fragend an und hören
dann weiter Mike zu.
MIKE
Ich hab' mich dann erstmal hingesetzt, dachte nach, was jetzt?
Wohin? Und dann kam dieses Geräusch. Dieses Summen. Erst
ganz leise, darum hab' ich mich umgeschaut. Aber es wurde lauter
und ich wußte, es kommt von diesem
diesem Ding.
In Erinnerung
an die letzte Viertelstunde erstarrt Kims Blick.
Kevin
schaut sich irritiert um. Er hört ein seltsam dumpfes Surren,
das ständig lauter wird. Unbeachtet nähert er sich langsam
dem Stein.
MIKE
Ich hatte Angst. Aber ich war neugierig. Also bin ich näher
ran. Und plötzlich war da so ein Knacken. So, als ob sich
als ob ein Küken aus dem Ei schlüpft. Aber was da kam
[ängstlich weinend] das war kein Küken.
Kevin
bückt sich zu dem Stein hinunter und blickt ihn fasziniert
an.
KIM
[flüsternd] Was war es?
MIKE
[panisch] Es war schrecklich!
Kevins Gesicht nähert sich langsam dem Stein.
Plötzlich
ertönt ein lautes Knacken und er schreckt ängstlich
zurück.
FADE
OUT.
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